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Schlafstörungen und Schlaflosigkeit… Welche Auswirkungen haben sie tatsächlich auf Ihre Gesundheit?

15. Juli 2025 • Der Schlaf und die Schulter

Wir schlafen zu wenig, und das ist ein echtes Problem.

Schlaflosigkeit, nächtliches Aufwachen, spätes Zubettgehen... Etwa 20 bis 30 % der Erwachsenen leiden unter Schlafstörungen, und bis zu 10 % leiden unter chronischer Schlaflosigkeit, die ihre Gesundheit im Alltag beeinträchtigt.

Ein großes Risiko für Herz und Arterien

Wenig oder schlecht zu schlafen bleibt nicht ohne Folgen. Mehrere groß angelegte Studien haben gezeigt, dass chronische Schlaflosigkeit oder kurzer Schlaf (weniger als 6 Stunden) das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall) erhöhen.

  • Eine Metaanalyse von 13 Studien mit mehr als 120.000 Personen ergab ein um45 %erhöhtesHerz-Kreislauf-Risikobei Menschen mit Schlafstörungen.

Eine Störung des Stoffwechsels und der Gesundheit

Schlafmangel stört den Zuckerstoffwechsel, verringert die Insulinsensitivität und erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes.

  • Im Jahr 1999 zeigte eine kontrollierte experimentelle Studie, dass bereits wenige Nächte mit eingeschränktem Schlaf ausreichen, um bei gesunden jungen Erwachsenen eine Insulinresistenz auszulösen.
  • Schlafmangel verändert auch den Spiegel zweier wichtiger Hormone:Ghrelin(das den Appetit anregt) undLeptin(das Sättigung signalisiert). Das Ergebnis: mehr Heißhunger und ein erhöhtes Risiko für Übergewicht.

Schlafstörungen, häufiger krank

Weniger als 6 Stunden Schlaf pro Nacht machen anfälliger für Infektionen.

Studien zeigen, dass unzureichender Schlaf das Risiko einer Erkältung deutlich erhöht und die Anfälligkeit für Virusinfektionen steigert.

Auch das Gehirn leidet darunter

Bereits nach einer einzigen zu kurzen Nacht lassen sich Auswirkungen auf die Konzentration, das Gedächtnis und die Entscheidungsfähigkeit beobachten. Langfristig begünstigt Schlafmangel Angstzustände, Reizbarkeit und sogar Depressionen.

  • Eine Studie aus dem Jahr 2010 dokumentierte den Rückgang der kognitiven Leistungsfähigkeit nach Schlafmangel.

Ein Teufelskreis aus Stress und Schlaflosigkeit

Je weniger wir schlafen, desto gestresster sind wir. Und je gestresster wir sind, desto weniger schlafen wir. Dieser Teufelskreis kann Stimmungsstörungen verschlimmern und langfristig die geistige und körperliche Gesundheit beeinträchtigen.

Glücklicherweise ist nicht alles unumkehrbar.

Die gute Nachricht? Durch die Wiederherstellung einer ausreichenden Schlafdauer (7 bis 8 Stunden pro Nacht) lassen sich die Herz-Kreislauf-Gesundheit, der Blutzuckerspiegel, die Stimmung und sogar die Immunität schnell verbessern.

  • Studien haben gezeigt, dass die positiven Auswirkungen eines wiedergewonnenen Schlafes innerhalb weniger Wochen messbar sind.

Einfache Tipps für einen besseren Schlaf

  • Versuchen Sie, regelmäßig7 bis 8 Stunden pro Nacht zu schlafen.
  • Gehen Sie zu festen Zeiten zu Bett und stehen Sie zu festen Zeiten auf, auch am Wochenende.
  • Schränken Sie Bildschirme und Stimulanzien (Kaffee, intensiver Sport) vor dem Schlafengehen ein.
  • Achten Sie auf die Atmosphäre Ihres Schlafzimmers: ruhig, kühl, ohne blaues Licht.
  • Wenn die Probleme weiterhin bestehen,suchen Sie einen Schlafspezialisten auf: Bewährte Ansätze (KVT-I, Entspannung) können helfen.
  • Vergessen Sie nichtdie Qualität der Bettwäsche: Sie hat einen großen Einfluss auf den Komfort und den Schlaf. Verwenden Sie bei Bedarf ein ergonomisches Nackenkissen oder ein ergonomisches Schulterkissen, um Ihren Komfort bei Muskel- oder Gelenkverspannungen im Nacken oder in den Schultern zu verbessern.

Zusammenfassung

Schlafmangel ist nicht nur eine einfache Unannehmlichkeit. Er erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, Diabetes, Infektionen und Stimmungsstörungen. Aber es ist möglich, diesen Trend umzukehren, indem man wieder zu erholsamen, durchgeschlafenen Nächten zurückfindet.

Literaturverzeichnis

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  2. Sofi F et al., 2014
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